




Sculpting Body-Images ist ein intensiv körperlicher Bewegungsworkshop, der dazu einlädt, das Bewusstsein für den Körper als Träger poetischen Ausdrucks zu vertiefen und Tanz als intelligente Praxis zu erfahren.
In diesem wilden dreiwöchigen Intensivformat werden die Teilnehmenden ermutigt, den bewegten Körper über die Idee „spielerischer Skulpturen“ zu betrachten, zu erforschen und wahrzunehmen. Auch wenn die Haut zunächst als Grenze des Körpers erscheint, eröffnet der Blick auf den Körper als dynamisches Instrument in ständiger Verwandlung neue Möglichkeiten.
Wie lässt sich Form gestalten und wie können ihre Grenzen ausgelotet werden, um Vielseitigkeit zu entwickeln und Anpassungsfähigkeit über die Zeit zu stärken?
Inspiriert von architektonischer Komposition und filmischen Werkzeugen arbeitet der Workshop mit aufgabenbasierter Improvisation, die Körper und Stimme einbezieht.
Dieser Prozess versteht sich als Mapping-Praxis: Bewegungssituationen – etwa das Verändern gewohnter Muster oder das Entdecken, wie aus einfachen Aufgaben ausdrucksstarke Entscheidungen werden – werden mit Präzision untersucht. Diese Situationen werden als spielerische Skulpturen behandelt, und die Teilnehmenden treten immer wieder einzeln, zu zweit oder in Gruppen in spielähnliche Bedingungen ein und aus. So werden das Nervensystem angeregt, die Ausdauer gestärkt und motorische Fähigkeiten verfeinert.
Die Arbeit schöpft Vokabular aus dem Kino, darunter Dolly Shot, Pacing, Depth of Field, Zoom-in/Zoom-out, Framing sowie Wide Shot und POV Shot, und aus der Architektur mit den Konzepten Physical, Perceptual, Directional und Interwoven Space. Auch komplexe Rhythmen, Koordination und elastische Fußarbeit sind Teil der Erkundung. Kontinuität bleibt dabei zentral: Die Energie fließt über die Fähigkeit des Körpers, sich zu segmentieren, und unterstützt anhaltende Bewegung ohne Spannung oder Erschöpfung.
Jede Bewegung, jede Entscheidung und jede Transformation ist bewusst gesetzt. So entsteht Raum für die Frage, wie Aufgaben Ideen für charakterbildende Vorschläge hervorbringen, Erzählungen ausdrücken und individuelle Methoden formen können. Durch das enge Verhältnis von Raum, Zeit und bewegtem Körper werden körperliche Übungen in der Tiefe untersucht, ohne Neugier und Spielfreude zu verlieren. Selbstbeherrschung bedeutet hier mehr als Training: Es geht darum, mithilfe kritischen Denkens eine persönliche Praxis zu entwickeln, die Werkzeuge im Dienst der eigenen künstlerischen Stärken und Visionen sammelt. Entscheidend ist, so präsent und authentisch wie möglich zu sein.
Letztlich ist Sculpting Body-Images eine Praxis des Storytellings. Sie nähert sich dem bewegten Körper aus einer 360°-Perspektive und fragt, wie, was und warum wir mit der Welt kommunizieren. Durch das Dekonstruieren und Neuaufbauen mikro-kleiner Tanzuniversen unterstützt der Workshop eine bewusste körperliche Praxis und fördert zugleich eine fürsorgliche, urteilsfreie Gemeinschaft, in der Individualität willkommen ist und sich einzigartige künstlerische Stimmen entfalten können. Alle Geschichten zählen – sie bereichern unsere Beziehungen zu anderen und vertiefen unsere Verbindung zu uns selbst.
Penelope Morout (GR-FR), Gründerin der CROSS IMPACT Company, ist eine interdisziplinäre Tanzkünstlerin mit Interesse an hybriden Projekten, die darstellende und visuelle Kunstformen verbinden. Sie absolvierte die Nationale Tanzschule in Athen sowie die Nationale Technische Universität Athen – Fakultät für Architektur und besitzt einen Master in Theatre Practices der ArtEZ University of the Arts in den Niederlanden. Ihre künstlerische Identität ist in einem lang angelegten kreativen Prozess verankert, in dem akademische und künstlerische Forschung eng mit ihrer Bewegungspraxis verbunden sind. Ihre jüngste Performance EMOTIONAL DOGS wurde mit Unterstützung und finanzieller Förderung des griechischen Kulturministeriums realisiert und soll bei fortgesetzter Förderung 2025 auf Tour gehen.
Penelope arbeitet international zwischen Griechenland und dem Ausland als Performerin, Choreografin, Tanzlehrerin und Szenografin. Als Filmemacherin war sie an Ausstellungen sowie an Festivals für Video Dance und Dance Animation weltweit beteiligt. Als Pädagogin entwickelte sie ihre eigene Bewegungspraxis Sculpting Body-Images, die sie international an Institutionen und Festivals wie der PERA GAU School of Performing Arts, Munus Encuentro Mexico, Nunart Guinardó Barcelona, Points to Play Mulhouse, Akropoditi International Dance and Performing Arts Festival Syros, Unplugged Dance Lefkada und dem Kalamata International Dance Festival vermittelt. Ihre Lehrmethode enthält zudem Elemente, die von Fighting Monkey inspiriert sind, der von Linda Kapetanea und Jozef Frucek entwickelten Praxis, bei der sie 15 Jahre lang trainiert hat.

Die griechisch-französische Künstlerin ist Gründerin der CROSS IMPACT Company und arbeitet interdisziplinär an Projekten, in denen Performance und Bildende Kunst miteinander verschmelzen. Sie absolvierte die Nationale Tanzschule in Athen sowie die Nationale Technische Universität Athen, Fakultät für Architektur, und schloss anschließend einen Master in Theatre Practices an der ArtEZ University of the Arts in den Niederlanden ab. Ihr künstlerischer Weg...
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Preis
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Fr., 28. Aug. – Mi., 16. Sept.