


Ein zweistündiger Workshop in Arnside, Cumbria.
Wie sich eine Session mit Pferden in der Meditation tatsächlich anfühlt, lässt sich kaum in Worte fassen, bis man selbst dabei ist. Der Zugang beginnt im Körper; das Verstehen folgt erst danach. Während viele Meditations- und Achtsamkeitspraktiken im Geist ansetzen und erst dann in den Körper übergehen, entfaltet sich dieses Erlebnis genau umgekehrt.
Pferde sind außergewöhnlich feinfühlige Spiegel. Als Fluchttiere nehmen sie ihre Umgebung und die emotionalen sowie körperlichen Zustände der Menschen in ihrer Nähe sehr genau wahr. In enger Verbindung mit ihnen können sich ihre ruhigen, regulierten Nervensysteme auf natürliche Weise mit unserem synchronisieren. Ihr elektromagnetisches Herzfeld ist um ein Vielfaches größer als das des Menschen, und sie reagieren mit bemerkenswerter Sensibilität auf kleinste Veränderungen in Energie, Emotion und Absicht. So begegnen sie uns als kraftvolle Empathen, die nicht nur auf Worte oder Gedanken reagieren, sondern auch auf das, was unter der Oberfläche geschieht.
Jede Session beginnt damit, die Pferde zu füttern. Anschließend findet die Gruppe in einem ruhigen Bereich ihres Paddocks zusammen. Sie können auf Klappstühlen sitzen oder auf Decken beziehungsweise Matten am Boden liegen. Zu Beginn gibt es ein sanftes Check-in: Wie fühlen wir uns emotional, und was nehmen wir im Körper wahr?
Sobald die Pferde gefressen haben, kommen sie oft neugierig näher und erwarten, gestriegelt zu werden. Doch hier geht es nicht um Technik oder Leistung. Pferde erleben Emotionen körperlich, und ihre Gefühle zeigen sich häufig als Juckreiz, Unruhe oder als Wunsch nach Kontakt. Wenn wir ihre Körpersprache aufmerksam lesen, können wir besser verstehen und anerkennen, was sie mitteilen. Dieses achtsame Striegeln lädt die Pferde in einen entspannten, verdauungsorientierten Zustand ein – und während wir mit ihnen langsamer werden, beruhigt sich auch unser eigenes Nervensystem.
Danach führen wir behutsame Atemarbeit und einfache Achtsamkeitsübungen ein, nicht als etwas, das „erreicht“ werden soll, sondern um diesen gemeinsamen Zustand der Regulation zu unterstützen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt treten wir einen Schritt zurück, setzen uns hin und lassen die Pferde selbst wählen, wie sie mit uns sein möchten. Genau dort beginnt die eigentliche Meditation – ko-kreativ, reaktionsfähig und jedes Mal anders.
Keine zwei Sessions sind gleich. Was entsteht, hängt von den Pferden, der Gruppe und dem ab, was im Moment präsent ist. Am besten kommt man ohne Erwartungen. Wenn Erwartungen weicher werden, wird Präsenz möglich – und genau dort können die tiefsten Veränderungen entstehen. Während des Workshops wird mit einfachen, aber wirkungsvollen Prozessen begleitet, etwa mit dem „Zuhören wie ein Pferd“ und dem wiederholten, sanften Zurückkehren in den gegenwärtigen Moment.
Bei manchen Menschen kommen starke Emotionen an die Oberfläche, die mit Sorgfalt und Kompetenz gehalten werden. Andere gleiten schnell in tiefe Ruhe oder in ein Gefühl von Glückseligkeit. Manchmal legen sich die Pferde hin, und Sie fühlen sich vielleicht eingeladen, sich ins Gras neben sie zu legen – getragen von einem weiten Gefühl von Verbundenheit, lebendig und eins mit allem.
Die zwei Stunden vergehen schnell. Es wird empfohlen, das Handy während des Workshops nicht zu nutzen, damit Sie ganz in die Erfahrung eintauchen können; besondere Momente dürfen jedoch gern fotografiert werden. Wir erlauben uns viel zu selten, so präsent zu sein – umgeben von Natur und in der Gesellschaft solch kraftvoller, sensibler Tiere. Dabei erkennen wir oft klarer, was uns bisher zurückgehalten hat und wo Wachstum, Sanftheit und Verbindung entstehen dürfen.
Meditate with Horses Ltd

Price
75,00 £