




In Zeiten wie diesen kann Unsicherheit ganz nah rücken – im Inneren, in der Gesellschaft und in der Welt um uns herum. Vertraute Strukturen, politische Ausrichtungen und lang gehegte Werte scheinen sich zu verschieben, sodass der Boden unter den Füßen weniger fest wirkt. In diesem Retreat widmen wir uns den Zwischenräumen: jenen Schwellenmomenten, in denen etwas endet, das Neue aber noch nicht begonnen hat und auch die eigene Identität an Klarheit verlieren kann.
In der tibetischen Tradition werden solche Übergangszustände als Bardos bezeichnet. Der Begriff meint nicht nur die Zustände nach dem körperlichen Tod, sondern auch die Vergänglichkeit, die uns im Leben immer wieder begegnet. Auf Grundlage der Verse der Sechs Bardos aus dem Tibetan Book of the Dead reflektieren wir, wie sich Wandel im Alltag, in Beziehungen und in der Meditation zeigt. Gemeinsam gehen wir Fragen nach wie: Wie begegnen wir Verlust? Was tritt hervor, wenn das alte Selbst sich auflöst? Wer ist das „Ich“, das präsent bleibt, auch wenn Identität nicht mehr eindeutig ist?
Sanfte körperliche Improvisationsübungen unterstützen uns dabei, präsenter zu werden und uns für Leichtigkeit und Freude zu öffnen. Diese Erfahrungen fließen anschließend direkt in die Meditation ein und vertiefen unsere Aufmerksamkeit innerhalb und außerhalb der Praxis. In einer Atmosphäre von Unterstützung, Verspieltheit und Wertschätzung ist dieses Retreat besonders einladend für Menschen ohne Meditationserfahrung sowie für alle, die einen neuen Zugang zur buddhistischen Praxis suchen.
Es sind keine Bewegungserfahrungen nötig — nur die Bereitschaft, die eigene Erfahrung in dem Körper zu erkunden, in dem man lebt.
Jayachitta
Padmadarshini
Balquhidder, Lochearnhead FK19 8PQ, UK• Balquhidder
Preis
100,00 £
Fr., 21. Aug. – Fr., 28. Aug.