
Tati begann 2014 mit dem Yoga, während sie im Süden Brasiliens ihren letzten Abschnitt des Theaterstudiums absolvierte. Da sich ihr künstlerisches Studium ohnehin mit dem Zusammenspiel von Körper und Geist befasste, wurde Yoga für sie zu einem natürlichen Raum, um ihre Suche nach einer feineren Präsenz und einem sanfteren Blick auf das Leben zu vertiefen.
Zunächst besuchte sie Vinyasa-Kurse und erkundete in diesen ersten Jahren später auch Hatha, Ashtanga und Iyengar. Ab 2019 entwickelte sie bei Agora unter der Anleitung von Lehrerin Sonia Ama eine beständige Ashtanga-Praxis und fand so ihren Weg zu einer zunehmend eigenständigen Praxis.
Aus dem starken Wunsch heraus, ihre Yogastudien weiter zu vertiefen, kehrte Tati 2020 kurz vor Beginn der Pandemie nach Brasilien zurück und absolvierte bei Tales Nunes eine 200-stündige Hatha-Yogalehrerausbildung. Sein Ansatz bot einen sicheren Rahmen für die Asana-Praxis und inspiriert sie bis heute auch durch die Yogaphilosophie.
Parallel zu ihren regulären Kursen nahm sie im Laufe der Jahre an weiteren Studien teil, die Yogaphilosophie und Anatomie des Körpers verbanden, darunter:
Tati fühlt sich besonders von der Begegnung zwischen ancestralem Wissen angezogen. Ob in der Yogaphilosophie oder in indigenen Traditionen – sie schenkt Vitalität, Gemeinschaftsbildung und den vielfältigen Ausdrucksformen des Lebens große Aufmerksamkeit.
Für sie ist Yoga zugleich ein Weg und eine poetische Art, in der Welt zu sein: offener, verzauberter und wacher. Außerdem versteht sie es als kraftvolles Werkzeug der Entfremdung entgegenzuwirken und soziale Vorgaben zu hinterfragen. Durch Yoga pflegt Tati die Poesie des Lebens und teilt diese Haltung mit anderen.