
Mit über 45 Jahren Erfahrung zählt Maestra Justina zu den außergewöhnlichsten Heilerinnen ihrer Zeit. Als direkte Nachfahrin einer Linie von Merayas, der ranghöchsten Shipibo-Schamanen, trägt sie ein tief verwurzeltes Erbe mit Stolz und Hingabe weiter.
Geboren wurde sie in Vencedor, einer kleinen Gemeinschaft am Ufer des Pisqui-Flusses im oberen Ucayali. Schon früh zeigte sich ihre ausgeprägte Intuition sowie eine besondere Sensibilität für ihre Träume und für die Welt der Chaikunis, jener aufgestiegenen Geister, die den Dschungel bewachen. Ebenso spürte sie eine enge Verbindung zu Pflanzen und Bäumen.
Ihr Weg in die Pflanzenmedizin begann bereits in ihrer Jugend, als sie sich den Lehren ihres Onkels widmete, der sie mit den traditionellen Praktiken der alten Shipibo-Onanyas, also der Heiler, vertraut machte. Ihre erste Pflanzendiät umfasste zwei Jahre mit Camalonga, der Meisterpflanze, die ihr das Wissen für schamanische Operationen an Patienten schenkte – eine seltene Fähigkeit, die sie bis heute wöchentlich bei Arkana ausübt.
Im Laufe der Jahre vertiefte sie ihre Medizin durch Diäten mit mehr als 50 Pflanzen und Bäumen, während sie ihre Gemeinschaft als Heilerin begleitete. Als wahre amazonische Matriarchin ist Maestra Justina eine großzügige Lehrerin, die ihr Wissen offen mit Shipibos und Menschen aus dem Westen teilt. Zudem ist sie für ihren mütterlichen Instinkt bekannt und kümmert sich mit großer Fürsorge und Aufmerksamkeit um Kranke.
Ihre kraftvollen Icaros sind zugleich stark und feinfühlig, dringen tief ins Herz und unterstützen echte Heilung.