
Keri Pederson begann 1998 mit dem Meditieren – angeregt durch ihre sich vertiefende Yogapraxis und den aufrichtigen Wunsch, das Thema Leiden besser zu verstehen. Ihre ersten Retreats besuchte sie in der Tradition von S.N. Goenka. Seitdem hat sie mit einer großen Bandbreite an Laien- und Ordenslehrenden in den USA, in Thailand und in Indien praktiziert. 2007 lud Rodney Smith sie zum Unterrichten ein, und so begann sie, über die Seattle Insight Meditation Society Kurse, Gruppen und individuelle Begleitung anzuleiten. Außerdem absolvierte sie das vierjährige Teacher-Training-Programm bei Spirit Rock und IMS.
Keris Lehre ist in der Erkenntnis verwurzelt, dass Erwachen ein natürlicher Prozess ist, der jedem von uns offensteht. Übung verlangt zwar eine beständige, von Herzen kommende Hingabe, doch betont sie, dass wir uns nicht anstrengen müssen, jemand anderes zu werden als die Person, die wir bereits sind. Tief inspiriert von den Nonnen, Mönchen und Lehrenden der Ajahn-Chah-Linie der Thai-Forest-Tradition lädt sie ihre Schüler dazu ein, immer wieder zu Einfachheit, Stille und direkter Erfahrung zurückzukehren. Statt Praxis als belastende Aufgabe oder persönliches Projekt zu betrachten, vermittelt Keri einen sanften und kreativen Zugang zur Meditation – einen Weg, der tatsächlich Freude bereiten kann. Ausgehend von den wesentlichen Lehren des frühen Buddhismus ermutigt sie die Teilnehmenden außerdem, ihren eigenen Zugang zu finden und ihrer innewohnenden Fähigkeit zu vertrauen, im gegenwärtigen Moment frei zu sein.
Im Bewusstsein, dass ein großer Teil unseres Leidens in Beziehungen zu anderen entsteht, hat Keri viele Jahre lang als Schülerin, Praktizierende und gelegentliche Begleiterin von Insight Dialogue gewirkt – einer interpersonellen Meditationspraxis, die Gregory Kramer entwickelt hat. Ebenso stark geprägt hat sie die psychospirituelle Inquiry-Arbeit von Jennifer und John Welwood, die ihre Hingabe an das Erwachen zum Wohl aller Wesen und mit der Unterstützung aller Wesen weiter vertieft hat.
Als erfahrene Yogapraktizierende über viele Jahre, einschließlich einer Lehrerausbildung, schätzt Keri bis heute, wie sich Widerstand und Loslassen sowohl im Körper als auch im Geist zeigen. Regelmäßig bietet sie achtsame Bewegungspraktiken für Teilnehmende an – sowohl auf Retreat als auch außerhalb davon – als Ergänzung, Unterstützung und Vertiefung der Insight-Praxis.
Ein weiterer wichtiger Teil von Keris Dhamma-Dienst in den vergangenen fünfzehn Jahren war ihre kontinuierliche Arbeit in der Altenpflege, unter anderem mit Menschen, die mit Alzheimer und Demenz leben. Es war ihr eine Ehre, viele Menschen durch die tiefgreifenden Veränderungen von Identität und Beziehung zu begleiten, die sich im Angesicht des Todes zeigen können.
Ihre strengste und zugleich inspirierendste Lehrerin ist bis heute ihr kleiner Sohn Jasper.