

In meinen späten Teenagerjahren und frühen Zwanzigern durchlief ich das, was viele als dunkle Nacht der Seele bezeichnen würden. Ich lebte in New York City, studierte und versuchte, den Alltag irgendwie zu meistern – und hatte dabei das Gefühl, dass mir alles entglitt. Als Sportlerin und jemand, der Gesundheit sehr ernst nahm, griff ich nach den Werkzeugen, die ich kannte, um wieder Kontrolle zu gewinnen. Auf diesem Weg entwickelte ich eine Essstörung, die ich sorgfältig vor meiner Familie und meinem Umfeld verbarg.
Über mehrere Jahre führte ich ein Leben in zwei Welten: Ich mied gemeinsame Abendessen, verbrachte Stunden auf dem Laufband, lernte heimlich zu erbrechen und trug nach außen ein strahlendes Lächeln. Während ich äußerlich erfolgreich wirkte – mit Bestnoten, mehreren Jobs und einem vollen sozialen Leben –, kämpfte ich innerlich mit großer Not.
Verbergen konnte ich es lange, bis es nicht mehr ging. Eine enge Freundin, heute ebenfalls in den therapeutischen Künsten tätig, trat an meine Seite. Sie setzte sich zu mir und sagte mir, dass sie mich sah – wirklich sah –, jenseits der glatten Oberfläche. Dieser Moment brachte eine unerwartete Erleichterung. Mein Schatten war benannt, zwischen uns gehalten und mit echter Fürsorge begegnet worden.
Ich begann eine Therapie, und nicht lange danach kamen Yoga und Meditation in mein Leben. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich in meiner ersten Yogastunde weinte und mich zum ersten Mal in meinem Körper sicher fühlte. Schritt für Schritt begann ich, mein Selbstbild neu aufzubauen. Durch die Verbindung von alten und modernen Heilansätzen machte ich mich auf den langen Weg zurück zu mir selbst. In den folgenden zehn Jahren widmete ich mich dem Üben, Lernen und Heilen – und entwickelte die Fähigkeit, einen sicheren, unterstützenden Raum für seelische Erforschung und Integration zu halten.
Mit der Zeit begann ich, mit verschiedenen Pflanzen zu arbeiten. Zu den bewusstseinserweiternden Pflanzenverbündeten, die mich auf meinem Weg begleiten, gehören Santa Maria, auch bekannt als Cannabis, Psilocybin, MDMA und Ayahuasca. Darüber hinaus arbeite ich mit nicht-psychedelischen Pilzen und Pflanzen, um Harmonie und Wohlbefinden auf allen Ebenen meines Seins zu unterstützen.
Ich sehe diese Pflanzen als Lehrer und Verbündete, als geheimnisvolle Hilfen, die uns durch den Großen Geist geschenkt werden – jene namenlose, wohlwollende Kraft, die das Leben durchwebt. Sie haben eine tiefgreifende Rolle in meiner Heilung, meiner Erweiterung und meiner Rückkehr zu mir selbst gespielt. Ich begegne den Pflanzen mit großer Ehrfurcht – ebenso wie den Kulturen, Ländern und Menschen, die sie über Generationen gepflegt haben. Ihre Kraft ist immens und verdient den tiefsten Respekt.
Meine Arbeit verbindet alte und moderne Weisheitstraditionen und schafft einen Raum, in dem Menschen sich in Körper, Geist und Herz mehr Weichheit und Offenheit erlauben können. Ich bin dankbar für meine eigene dunkle Nacht der Seele, denn ich weiß, dass auch in der Dunkelheit viele Geschenke verborgen liegen. Ich wende mich ihr nicht ab, sondern begleite die Menschen, mit denen ich arbeite, dorthin, wo ihre Seele gesehen werden möchte.
Ich bin die Frau, die ich bin, durch den Weg, den ich gehe – und es ist mir eine Ehre, ihn mit dir zu gehen.