
Dr. Clair Le Couteur (they/them) ist eine sehbehinderte Sängerin, Künstlerin und Wissenschaftlerin, deren Arbeit Stimme, Resonanz und folkloristisches Erbe miteinander verbindet. In Auftritten, Lehrformaten und Forschungsprojekten schaffen sie Räume für tiefes Zuhören und für ein erweitertes Bewusstsein dafür, wie Klang nicht nur gehört, sondern auch körperlich wahrgenommen werden kann.
Mit besonderer Expertise in vokalen Obertönen und somatischer Stimmarbeit unterrichtet und performt Clair international in unterschiedlichsten Kontexten, darunter Musikfestivals, Museen, Universitäten, Theater und Galerien. Ihr Ansatz lädt dazu ein, die Stimme ganzheitlich zu erforschen – mit technischer Präzision, Neugier, Sensibilität und kreativer Ausdruckskraft.
Für eigene Bearbeitungen anglo-keltischer Folkmusik wurde Clair zudem ausgezeichnet. Ihre praxisbasierte Fine-Art-Dissertation The Fictive Museum (RCA, 2017) untersuchte die Zwischenräume von Fakt und Fiktion sowie die institutionelle Stimme in Museen und Archiven.