
Christoph ist psychedelischer Integrations-Therapeut und beratender Psychologe mit dem Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, die Tiefe von Geist und Bewusstsein besser zu verstehen und zu navigieren. Als Direktor bei Numinous Ways verantwortet er organisatorische Abläufe und Bewerbungen, begleitet zudem psychedelische Retreats und bietet Integrationsarbeit an. Besonders prägend für seine Arbeit ist sein Interesse an transpersonalen Dimensionen psychedelischer Erfahrungen und deren Bedeutung für die psychedelisch unterstützte Psychotherapie.
„Meine erste numinose Erfahrung machte ich mit etwa fünf oder sechs Jahren. Damals konnte ich sie noch nicht benennen, doch die Erinnerung ist bis heute – mehr als 45 Jahre später – lebendig. In einem besonders intensiven Traum erhielt ich eine klare Anleitung, wie ich auf eine kleine Garage klettern sollte; eine Aufgabe, die alle meine Altersgenossen längst geschafft hatten, ich jedoch nicht. Mit acht Jahren erlebte ich während einer schweren Krankheit zum ersten Mal eine Auflösung des Egos und spürte die Angst vor der Leere sowie die Zerbrechlichkeit des Selbst. Auch ohne die Worte dafür zu haben, hinterließen dieser Moment, wiederkehrende ungewöhnliche Träume und geheimnisvolle Bewusstseinszustände in mir das bleibende Gefühl, dass das Mysterium des Daseins stets ganz nah war.
Dieses Empfinden blieb mir erhalten, und ich fand das Numinose in Büchern, Musik, der Natur und im Alltag. Es prägte meine Studienwahl und führte mich später dazu, Psychologie und Psychotherapie zu studieren – als Antwort auf diesen tieferen Ruf. Ich war schon immer davon überzeugt, dass viele psychische Belastungen aus grundlegenden existenziellen Fragen entstehen: Wer bin ich? Warum existiere ich? Mein Leben war dem Erkunden dieser Fragen gewidmet und der Begleitung anderer Menschen auf der Suche nach ihrer eigenen Wahrheit und ihrem persönlichen Weg zum Numinosen.
Psychedelische Pilze gehörten zu meinen Jugendjahren, da ich in den Hochlandregionen aufwuchs, in denen sie verbreitet sind. Doch erst Jahre nach meiner ersten Ayahuasca-Erfahrung verstand ich, wie ich diese Erlebnisse in meine professionelle Arbeit einfließen lassen konnte. Numinous Ways ist das Ergebnis dieser Einsicht. Ich entdeckte, dass ich über organisatorische Fähigkeiten verfüge, die sich nach einer meiner ungewöhnlichen, aber schönen psychedelischen Erfahrungen noch weiter entwickelten. Vielleicht weil numinose Erfahrungen flüchtig und kaum in Worte zu fassen sind, fühle ich mich am wohlsten, wenn ich einer Vision folge. Ich brauche etwas, das größer ist als ich selbst und meine eigenen Wünsche; ohne das verliere ich schnell das Interesse. Deshalb übernahm ich bei Numinous Ways die Rolle des Direktors und helfe heute dabei, Vision und Strategie im Sinne unserer Ziele zu gestalten.
Numinous Ways spiegelt für mich jene Aspekte des menschlichen Lebens wider, die am kostbarsten sind. Ich bin dankbar, dass daraus nicht nur Leidenschaft und Beruf geworden sind, sondern auch eine Quelle von Staunen, Entdeckung und bedeutsamen Beziehungen.“
Christoph ist beratender Psychologe mit Spezialisierung auf psychedelisch unterstützte Therapie und existenzielle Psychologie. Sein integrativer Ansatz verbindet kognitive Verhaltenstherapie, personzentrierte Therapie, Achtsamkeit, meditative Praktiken, Breathwork und transpersonale Psychologie. Er ist ordentliches Mitglied der British Psychological Society und ihrer Sektion für Transpersonale Psychologie.
Er verfügt über einen Professional Doctorate in Counseling Psychology, ein Postgraduate Diploma in Psychology and Mental Health sowie ein Certificate der Glasgow Caledonian University in Psychology and Mental Health (2013). Außerdem absolvierte er 1995 ein Diploma in Counseling am Ecological Education College. Berufliche Erfahrungen sammelte er im NHS, im Third Sector und in der Privatpraxis.
Darüber hinaus schloss Christoph ein Professional Certificate in Psychedelic Practice ab, ein umfassendes zweijähriges theoretisches und praktisches Programm mit Schwerpunkt auf psychedelischer Arbeit.