




Bereits in meinen Mittzwanzigern kauften mein Bruder und ich in der Wildnis von British Columbia ein unerschlossenes Stück Land. Über viele Jahre kehrte ich immer wieder dorthin zurück, verbrachte lange Phasen in der Stille, baute behutsam eine kleine Hütte und arbeitete eng mit dem Land. Diese Zeit schenkte mir den Raum, den meine Seele brauchte, um tiefere Fragen zu stellen: Wer bin ich, und wofür bin ich hier?
Schon früh zog mich das Wesen der Wirklichkeit an, ebenso alte Mysterien und das starke Gefühl von Trennung und Unwohlsein, das ich in der Welt wahrnahm. Etwas an der Art, wie wir mit der Erde, miteinander und mit uns selbst in Beziehung treten, fühlte sich für mich nie ganz stimmig an. In der Stille der Natur begann ich eine ernsthafte spirituelle Praxis zu entwickeln, getragen von Meditation, Kontemplation und schamanischen Reisen in die großen Geheimnisse. Diese Erfahrungen veränderten mein Leben grundlegend. Sie öffneten mich für das tiefere Potenzial der Schöpfung und für die multidimensionale Natur des Seins.
Mit der Entfaltung meines Weges veränderte sich auch mein Leben. Der starke Wunsch zu wachsen und zu lernen wurde zum Mittelpunkt all dessen, was ich tat. Mir wurde die Weite des Universums gezeigt und das enorme Potenzial, das in jedem Menschen liegt. Vom Geist geführt, folgte ich meinem Herzen in den Amazonas in Peru, wo ich viele Monate in die Bewusstseinswelt der Pflanzen und der großen Dschungelbäume eintauchte. Dort fühlte ich mich zutiefst lebendig und von der beseelten Intelligenz des Waldes willkommen geheißen.
Nach meiner Rückkehr nach British Columbia lernte ich meine Frau Robin beim Burning Man kennen. Nicht lange danach kehrten wir gemeinsam nach Peru zurück, um diese tiefe spirituelle Dimension weiter zu erforschen. Unsere Reise führte uns schließlich zum Chavín-Tempel hoch in den Bergen im Südwesten Perus. Die Chavín-Kultur, eine der ältesten bekannten Kulturen Perus, gilt als Ursprung andiner Spiritualität. Sie war eine hochentwickelte und friedvolle Zivilisation, die über mindestens 2.000 Jahre ohne Mauern, Waffen oder Krieger lebte.
In einer besonders kraftvollen Zeremonie fühlten Robin und ich uns von der Liebe der Ahnen dieser uralten Meister umhüllt. Mit Unterstützung der Lehrer-Pflanzen, des Landes und des heiligen Steins des Tempels erlebten wir eine direkte Verbindung mit diesen Alten. An diesem Tag fanden zahlreiche Übertragungen und Initiationen statt, die uns als Eingeweihte einer alten Linie von Erd- und Sternenmedizin aktivierten. Seit nunmehr 18 Jahren – und bis heute – entfalten wir die Tiefe dieser Erfahrung weiter.
Unser Dienst besteht darin, den Segen dieser alten Meister zu ehren und diese feine Medizin in einer Zeit des Wandels in die Welt zu bringen. Einige Jahre später entdeckten wir die Pachakuti-Mesa-Tradition von don Oscar Miro-Quesada, eine Tradition, die aus dem Bewusstsein der alten Chavín, Moche, Lambayeque, Chimú, Nasca, Wari, Inka und Tihuanacaco sowie der Berggeister, Naturgeister, Pachamama, der Pflanzenlehrer und der Sternenreiche hervorgegangen ist.
Für uns beide war das eine erhörte Bitte und zugleich eine Gemeinschaft, die in dieser lebendigen Linie verwurzelt ist. Durch jahrelanges Studium und Training ging ich weiter auf dem Weg des Lehrens und blieb dem Wunsch verpflichtet, diesen Schönheitspfad mit anderen zu teilen. Die Majestät und transformierende Kraft dieser alten andinen Energien berühren mich zutiefst, und ich fühle mich geehrt, diese Linie zu unterstützen und Menschen auf ihren Wegen zu Heilung, Ganzheit und Wohlbefinden zu begleiten.