
Daniel stammt aus einer Migrantenfamilie mit Wurzeln in Argentinien und der Dominikanischen Republik. Aufgewachsen ist er in einem Umfeld, das von Diktatur, Vertreibung und den leisen Spuren vererbter Verletzungen geprägt war. Diese frühen Erfahrungen hinterließen ein dauerhaftes Gefühl von Anspannung und Unsicherheit, das sich später in chronischer Angst, Depressionen und Suchtmustern zeigte. Im Jahr 2012, nach einer Phase von Suizidgedanken und Depression sowie nach einer tiefgreifenden Erfahrung mit Psilocybin, entschied er sich für eine Einbahnreise nach Peru. Dort verbrachte er mehr als ein Jahr im Amazonasgebiet und arbeitete mit Pflanzenmedizin, insbesondere mit Ayahuasca.
Diese Zeit vertiefte sein Verständnis für den Körper, das Land und die unsichtbaren Ebenen menschlicher Erfahrung. Seitdem ist sein Weg eng mit somatischer Praxis, Ritualarbeit und sozialer Achtsamkeit verbunden. Seine Arbeit schöpft aus amazonischen Heiltraditionen, buddhistischer Praxis und traumainformierten therapeutischen Ansätzen. Ebenso würdigt er die Lehrer und Gemeinschaften, die seinen Weg geprägt haben, darunter Curanderos aus der Shipibo-, Quechua- und anderen indigenen Linien sowie seine Ausbildungen in Biodynamic Breathwork & Trauma Release System®, Somatic Plant Medicine Integration und Dr. Gabor Matés Compassionate Inquiry®, ergänzt durch ein akademisches Studium der Sozial- und Kulturanthropologie.
Heute begleitet er Menschen bei der Vorbereitung auf psychedelische Erfahrungen und bei deren Integration über den Körper. Dabei richtet sich sein Blick besonders auf die Frage, wie Geschichte, Herkunft und systemische Unterdrückung im Nervensystem, in Beziehungen und im Alltag weiterwirken. Als queerer, lateinamerikanischer, gender-nonkonformer Praktiker setzt er sich besonders für inklusive Räume ein, in denen sich auch Menschen willkommen und sicher fühlen können, die sich in konventionelleren Settings oft nicht gesehen fühlen.
Seine Vision ist ein psychedelisches Arbeiten, das geerdet, gemeinschaftsnah und verantwortungsvoll bleibt. Für ihn ist dieser Weg eine Form des Erinnerns daran, dass wir miteinander und mit der lebendigen Welt verbunden sind. Sitzung für Sitzung unterstützt er Menschen darin, ihrer Erfahrung mit Ehrlichkeit und Freundlichkeit zu begegnen, damit aus ihren Medicine Journeys spürbare Veränderungen im Alltag entstehen können.
Seine Arbeit ist somatisch, beziehungsorientiert und rituell geprägt. Zu Beginn wird geklärt, was Sie hierherführt und was sich im Körper und im Leben gerade am stärksten bemerkbar macht. Darauf aufbauend betrachtet er gemeinsam mit Ihnen Ihre Geschichte, Ihre Erfahrungen mit Pflanzenmedizin und den aktuellen Zustand Ihres Nervensystems.
In der Sitzung kann der Prozess zwischen Gespräch, somatischer Erkundung, sanftem verbundenem Atem und einfachen Übungen wechseln, die Regulation und Wahrnehmung unterstützen. Häufig lädt er dazu ein, zu verlangsamen, Empfindungen bewusst wahrzunehmen und Impulse, Bilder oder Gefühle zu beobachten, ohne etwas erzwingen zu wollen. Aus diesem Raum heraus kann sich zeigen, was im Körper gespeichert ist, und über Atem, Bewegung oder Stimme Ausdruck finden.
In Vorbereitungssitzungen stehen Intention, innere Ressourcen und die Benennung psychologischer wie systemischer Ebenen im Mittelpunkt, die sich rund um eine Reise zeigen können. Integrationssitzungen helfen dabei, Erfahrungen zu verdauen, einzuordnen und auch schwierigen Inhalten mit Sorgfalt zu begegnen. Zugleich unterstützen sie dabei, Erkenntnisse in konkrete Veränderungen in Beziehungen, Gewohnheiten und Tagesrhythmen zu übersetzen. Je nach Stabilität und Kapazität des Systems kann dies auch strukturiertere Breath Journeys einschließen.
Während des gesamten Prozesses achtet er auf Tempo und Tiefe, damit ein Rahmen entsteht, den der Körper sicher und sinnvoll integrieren kann.
Daniel ist zertifizierter Practitioner des Biodynamic Breathwork & Trauma Release System® und hat das einjährige professionelle Ausbildungs- und Mentoringprogramm von Dr. Gabor Maté in Compassionate Inquiry® abgeschlossen. Zu seinem Hintergrund gehören außerdem Somatic Bodytherapy und Bodywork über Dearmouring – The Melting Method, Myofascial Energetic Release® for Trauma Healing sowie weitere Ausbildungen in Healing Developmental Trauma bei Jennifer Mckeever und Somatic Plant Medicine Integration bei Atira Tan.
Zwischen 2013 und 2015 lebte er mehr als ein Jahr bei indigenen Wissenshütern im peruanischen Amazonasgebiet, nahm an Plant Dietas mit Meisterpflanzen teil und arbeitete vor allem mit Ayahuasca. In den vergangenen zehn Jahren hat er zahlreiche Breathwork Journeys, somatische Intensivprozesse und Integrationsräume in Gruppen- und Einzelsitzungen begleitet.
Darüber hinaus wirkte er als Mentor und Lehrer in Facilitator-Trainings mit, unter anderem in mehrstufigen Breath- und Bodywork- sowie traumainformierten Programmen. Seine Arbeit wird bis heute durch Supervision, kollegiale Beratung und seine eigene fortlaufende therapeutische und spirituelle Praxis geprägt.