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Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche

Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche
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Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche
Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche

Beschreibung

Biografie

Am 8. Dezember 1938 wurde Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche in Dege in Osttibet geboren. Er galt als angesehener Lehrer und Meister des Dzogchen, einer buddhistischen Lehre. Bereits in jungen Jahren erkannte man in ihm die Wiedergeburt von Adzam Drugpa, einem weiteren bedeutenden Dzogchen-Meister. Später wurde er zudem als geistige Manifestation, als Mind Emanation, von Drug Shabdrung Rinpoche identifiziert, einem ebenfalls bekannten Meister.

Ausbildung und Lehre

Zu seinen wichtigsten Lehrern zählten Changchub Dorje, Ayu Khandro sowie seine Onkel Togden Orgyen Tendzin und Jamyang Chokyi Wangchuk. Nachdem er seine Ausbildung in Sutra und Tantra abgeschlossen hatte, verließ er Tibet und unterrichtete viele Jahre Tibetologie an der Universität von Napoli in Italien. Im Jahr 1976 begann er in Italien mit der Vermittlung von Dzogchen und gründete später die Internationale Dzogchen-Gemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft entstanden zahlreiche Zentren, die als Gars bekannt sind, in verschiedenen Teilen der Welt, darunter große Standorte in Italien, Venezuela, den Vereinigten Staaten, Argentinien, Australien und Russland.

Moderne Lehrmethoden

Chogyal Namkhai Norbu Rinpoche wurde auch dafür geschätzt, moderne Technologie zur Weitergabe seiner Lehren einzusetzen. Seine Sitzungen wurden häufig per Audio- und Video-Webcasts online übertragen. Mithilfe von Synchronisationstechnologie ermöglichte er dreimal im Jahr Dzogchen-Übertragungen für Schüler auf der ganzen Welt, die nicht persönlich an einem Retreat teilnehmen konnten. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Bücher über Dzogchen und war bis zuletzt aktiv im Unterrichten tätig.

Über die buddhistische Lehre des Dzogchen

In einigen Schulen des tibetischen Buddhismus und der Bön-Tradition wird Dzogchen als der natürliche, ursprüngliche Zustand jedes fühlenden Wesens verstanden, also auch jedes Menschen. Diese letztendliche Natur wird als reine, aus sich selbst bestehende und allumfassende Gewahrsein beschrieben. Sie besitzt keine eigene Form, kann jedoch alle Formen wahrnehmen, erfahren, spiegeln und ausdrücken, ohne dadurch dauerhaft verändert zu werden. Dzogchen-Meister vergleichen sie oft mit einem Spiegel, der alles mit völliger Offenheit reflektiert, oder mit einer Kristallkugel, die die Farbe des Untergrunds annimmt, ohne selbst verändert zu sein. Weitere Begriffe sind „Ausstrahlung“, „allgegenwärtige Fülle“ und „bewusstes Raum-Sein“. Wer in diesem Zustand des rdzogs chen ununterbrochen verweilen kann, erlebt kein dukkha mehr, also keine Gefühle von Unzufriedenheit, Anspannung und Angst im Alltag.

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